Handfeste Gründe,
warum Aktienkurse langfristig steigen (vorausgesetzt, es handelt
sich um Qualitätsunternehmen !) ...
- Eingesetztes Kapital muss sich rechnen.
Bevor Unternehmen investieren, werden grundsätzlich erst
Investitionsrechnungen angestellt. Kommt dabei heraus, daß sich mit risikolosen
Festzinsanlagen die gleiche Rendite erzielen läßt, so unterbleibt die Investition.
- Produktivitätssteigerungen der AG`n.
Immer ausgefeilter wird das Know - how sowohl zur Optimierung der Produktion,
des Einkaufs sowie der Arbeitsablaufsprozesse. Sogar in Zeiten, in denen Rekordgewinne
eingefahren werden, wird permanenter Personalabbau propagiert. So werden heute schon die
Produktivitätssteigerungen von morgen eingeleitet. Dazu kommen jetzt Synergieeffekte und
Kostensenkungspotentiale bisher nie gekannten Ausmaßes durch Fusionen und
Kooperationen.
- Möglichst niedriger Gewinnausweis.
Der Gewinn einer AG ist voll steuerpflichtig. Also bemühen sich clevere
Finanzakrobaten mit allen bilanztechnisch erlaubten Mitteln und mit Ausnutzung aller
steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten (und das sind nicht wenige!), den Gewinn möglichst
niedrig auszuweisen, dafür aber entsprechende "stille Reserven" zu
bilden. Stichwort: Substanzsteigerung, trifft auch auf den nächsten Punkt 4) zu.
- Nur Teilausschüttung der Jahresüberschüsse.
Aktionäre erhalten aus dem Unternehmensgewinn eine Dividende (quasi
Grundverzinsung). Allerdings wird praktisch nie der volle Unternehmensgewinn an die
Aktionäre ausgeschüttet. Meist wird der überwiegende Teil im Unternehmen reinvestiert.
- Kursgewinne sind steuerfrei !!!
Dies ist ganz klar eine Kernstrategie bei Aktienanlagen. Nicht hohe
steuerpflichtige Ertragsausschüttungen (Dividenden) sind das Ziel, sondern ganz klar
Kursgewinne, die derzeit nach einem Jahr steuerfrei vereinnahmt werden können !
- Shareholder - Value - Prinzip
Alles, was gut für die Aktionäre ist, ist gut für das Unternehmen. So
läßt sich diese neue Unternehmenskultur auf den Punkt bringen, mit der die
kapitalgebenden Anteilseigner hofiert werden. Nicht wenige Unternehmen haben sich diesem
Prinzip verschrieben. Nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund ,daß Aktienpakete als
Motivationsanreize für Spitzenmanager gang und gäbe sind.
- Rückkauf eigener Aktien durch Unternehmen
Neu: Auch in Deutschland können AGn jetzt eigene Aktien zurückkaufen. Dieses Recht
wollen zahlreiche Firmen nutzen.
- Riesiger privater Vorsorgebedarf
Aktiensparpläne haben sich unter Renditegesichtspunkten langfristig als
Spitzenreiter bewährt. Der Vorsorgebereich wird auch dem Investmentsparen zu einem
enormen Aufschwung verhelfen, so daß immenses Kapital kontinuierlich an die Börse
fließen wird. Besonders in Deutschland besteht in dieser Hinsicht (verglichen mit den
angelsächsischen Ländern) enormer Nachholbedarf.
Stichwort "seriöse
Unternehmen":
Ergänzungen zum
Neuen Markt (Frühjahr 2001)
Wie sich sukzessiv herausgestellt hat, waren
viele der v. g. Punkte auf Unternehmen des Neuen Marktes leider nicht
anwendbar. Hier wurden Anleger von Unternehmern i. V. mit Banken und
/ oder Emissionshäusern in der Euphoriephase (Höhepunkt Frühjahr
2000) regelrecht abgezockt. Alles kam vor:
 | Völlig irrationale Planzahlen, die wenige Monate nach der
Aktienemission drastisch nach unten korrigiert werden mussten |
 | Maßlos überzogene Aktien - Ausgabepreise, an denen Banken und
Emissionshäuser via eigener Aktien - Optionen kräftig mitverdienten |
 | "Schrott - Unternehmen" ohne Substanz und mit nicht
funktionierenden Geschäftsmodellen wurden den Anlegern untergejubelt
Einziges Geschäftsziel war wohl das Kassemachen beim Börsengang. |
 | Insiderhandel und kriminelle Machenschaften mit
staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen und Betrugsverfahren |
 | Wissentlich falsche Darstellungen von Unternehmensergebnissen |
 | Gezielte Desinformation der Anleger |
|
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- Wirtschaftliches Umfeld
Dazu kommen noch wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die zwar nicht für immer gelten,
an denen sich kurz- bis mittelfristig allerdings nicht allzu viel ändern sollte.
 | Niedrige Zinsen.
Die weltweit hohe Arbeitslosigkeit verhindert bis auf weiteres relevante Zinssteigerungen.
|
 | Hohe Liquidität.
Die sog. "Erbengeneration" hat bedeutende Mittel verfügbar, ist aber nicht
bereit, diese längerfristig zu Minizinsen in Sparbüchern und festverzinslichen
Wertpapieren anzulegen. Mit mehr Aufgeschlossenheit und Risikofreude ausgestattet, drängt
dieses Kapital in unternehmerische Beteiligungen, an der Spitze eben Aktienanlagen.
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 | Wettbewerb der Versicherer am europäischen Binnenmarkt.
Dies gilt besonders für den deutschen Markt: Die deutschen (Kapital-)
Lebensversicherer
haben bisher kaum in Aktien investiert. Dementsprechend miserabel sind in der
Vergangenheit zumeist auch die Ablaufergebnisse der deutschen Kapitallebensversicherungen
ausgefallen (s.FINANZtest, z.B. 06/94). Die angelsächsischen Versicherungsgesellschaften
investieren traditionell erheblich mehr Kapital in Aktien, dementsprechend besser sind
generell auch deren Ergebnisse. Die deutschen KLV werden bei entsprechender Konkurrenz und
Markttransparenz zwangsläufig Riesensummen in Aktienanlagen lenken
(müssen?).
|
 | Rentenprobleme & persönliche Vorsorge.
Daß aufgrund der künftigen Altersstrukturen das heutige Rentensystem in den Grundfesten
erschüttert wird, lässt sich unzweifelhaft mit Zahlen belegen. Private Vorsorge, die
unbedingt bereits in jungen Jahren beginnen muss, wird unerlässlich sein, um den
gewohnten Lebensstandard auch nur annähernd zu halten. Ansonsten drohen im Rentenalter
schmerzliche Einschränkungen (Stichwort: Versorgungslücken). Gerade im längerfristigen
Ansparbereich ist Vorsorgesparen mit Aktienfonds fast schon konkurrenzlos attraktiv.
(Anm.: Die meisten Leute wissen`s nur noch nicht, da sie auf - für
Versicherungsgesellschaften und Vertreter profitablere - Kapitallebensversicherungen hin
"beraten" werden. |
 | Staatliche Förderung (VL)
Seit 01.01.1999 wurde das sog. "936 - DM - Gesetz" kräftig
verbessert durch höhere Einkommensgrenzen und Verdoppelung der Sparzulage für
Beteiligungen an Unternehmen. Davon profitieren insbesondere Anleger mit Aktienfonds. |
Spruch zur
Börse: Der einzige MIST, auf dem NICHTS wächst, ist der PESSIMIST.

Fazit:
Die Gründe, warum die Kurse von
Qualitätsaktien langfristig steigen, sind
massiv. Allerdings wird es an den Börsen immer wieder stärkere Ausschläge nach oben und
nach unten geben, so dass ein längerfristiger Anlagehorizont, Durchhaltevermögen sowie
gelegentlich auch Nervenstärke gefragt sind. Die Gründe hierfür entnehmen Sie bitte den
Tagesberichten der diversen Medien. Dann heißt es mitunter kühlen Kopf bewahren und sich
weder den Fortschreibungstrends grenzenloser Euphorie noch tiefster Schwarzmalerei
zu unterwerfen. |
Dazu gibt`s schließlich die Fondsmanager:
 | Achten Sie bei Aktienanlagen unbedingt auf Diversifizierung:
Mehrere Unternehmen, unterschiedliche Branchen, Länder und Wirtschaftsräume tragen dazu
bei, Risiken zu vermindern und gleichzeitig die Ertragsaussichten eines Depots zu
erhöhen. Weltweit anlegende Aktienfonds erfüllen dieses Kriterium hervorragend. Davon
profitieren Sie auch schon bei kleinen Beträgen. |
 | Abwarten, das sog. "Aussitzen" , kann grundverkehrt sein. Gerade
Börsenneulinge sind aber aus emotionalen Gründen überfordert, wenn es darum geht,
konsequent und strategisch Verluste zu realisieren, um damit Anlagerisiken zu begrenzen.
Gutes Fondsmanagement sorgt auch hier für die nötigen Umschichtungen. |
 | Lassen Sie Aktien einen strukturierten und qualifizierten Ausleseprozess
durchlaufen, bevor sie in Ihr Depot kommen. Emotionale Spontankäufe bergen
hohe Risiken. |
 | Gute Fondsmanager haben und pflegen permanent Unternehmenskontakte.
Damit fallen Sie als Anleger nicht auf irgendwelche Analystenmeinungen rein,
die einerseits die empfohlenen Unternehmen noch nie von innen gesehen haben,
die andererseits aber mit ihren Empfehlungen gezielt Eigeninteressen
verfolgen. |
 | Besonders wichtig ist bei Neuemissionen das Bewerten der
Geschäftsmodelle (Wettbewerb, Branchenvergleich, Ertragspotential,
Nachhaltigkeit) und deren Risiken. Kaum ein Anleger ist in der Lage,
die Verkaufsprospekte der Neuemittenten zu lesen, geschweige denn zu
analysieren. |
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